06.12.2016 - Pressemitteilung
Besucherrekord beim 13. Polnischen Weihnachtsmarkt des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Über 20.000 Besucher kamen vom 2. bis 4. Dezember auf den Kutschstallhof zum "Sternenmarkt und Sternenfest"


Mit exakt 19.818 gezählten Besuchern und vielen ungezählten Kindern (bis zur Körpergröße von 1,40 m gab es freien Eintritt) in nur zweieinhalb Tagen und somit einem neuen Besucherrekord schloss am vergangenen Sonntagabend der 13. Polnische Weihnachtsmarkt auf dem Kutschstallhof.

Der Veranstalter, die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, sieht sich mit diesem Erfolg erneut in seinem Konzept bestätigt, gemeinsam mit polnischen Partnern an einem Adventswochenende die weihnachtlichen Traditionen Polens ganz authentisch und in besinnlicher Hofatmosphäre erlebbar zu machen.

Auch in diesem Jahr gab es wieder ungebrochenen Andrang an den über 45 Ständen des Sternenmarktes, die landestypisches Kunsthandwerk und polnische Spezialitäten in großer Auswahl anboten. Das begleitende Sternenfest sorgte mit seinem über 20-stündigen polnisch-deutschen Bühnenprogramm für festliche und fröhliche Stimmung.

Mit Dank an die diesjährigen Schirmherren des Sternenmarktes, Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, und S. E. Prof. ord. Dr. habil. Andrzej Przylebski, Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland, und an die Förderer des Sternenmarktes bzw. Sternenfestes – die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Land Brandenburg und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit – geht es schon im Januar des nächsten Jahres an die Vorbereitung des 14. Polnischen Weihnachtsmarktes.






21.11.2016 - Pressemitteilung
Deutsch-polnisches Kolloquium zur Silberbibliothek Albrechts von Preußen (1545–1562) am 8. Dezember 2016 im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte in Potsdam
Auftakt zur Sonderausstellung "Reformation und Freiheit. Luther und die Fol


Am Donnerstag, dem 8. Dezember 2016, von 10 bis 18.30 Uhr, laden die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte (HBPG) gemeinsam mit der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Thorn/Universitätsbibliothek Thorn/Toruń (Polen) zu einem zweisprachigen, deutsch-polnischen Kolloquium zum Thema "Konfessionelle Hofkultur Europas: Die Silberbibliothek Albrechts von Preußen (1545–1562)" ein.
Es findet in Vorbereitung auf die Sonderausstellung des HBPG "Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg" (8. September 2017 bis 21. Januar 2018) statt.

Die Schau wird dank der engen Partnerschaft mit polnischen Institutionen kunstgeschichtlich herausragende Objekte präsentieren, die auch das Herzogtum Preußen als vergessenes Kernland der Reformation in Erinnerung bringen. Außerordentlich großen Wert haben einige Bände aus der kostbaren Silberbibliothek Herzog Albrechts von Preußen. Der Landesherr des ersten evangelischen Territoriums Europas hatte Mitte des 16. Jahrhunderts besonders wichtige reformatorische Schriften seiner Bibliothek in 20 Bänden ganz in Silber einbinden und so materiell aufwerten lassen. Die kostbaren Einbände machten aus den reformatorischen Schriften einen Staatsschatz des Herzogtums Preußen. Solch eine bemerkenswerte Aufwertung von Büchern war im Europa des 16. Jahrhunderts einzigartig.

Lange Zeit galt die Silberbibliothek als verschollen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie aus Königsberg ausgelagert und verschwand. Heute wissen wir, dass 15 Bände in Polen bewahrt wurden, zwölf davon in der Bibliothek der Nikolaus-Kopernikus-Universität Thorn/Toruń.

Im Vorfeld der Ausstellung stellt nun erstmals ein wissenschaftliches Kolloquium die Silberbibliothek als ein weltweit einzigartiges Zeugnis der Renaissancekultur vor und rückt sie ins Zentrum eines interdisziplinären Forschungsgesprächs. Es möchte damit diesen reformatorischen Bücherschatz auch außerhalb des polnischen Sprachraums bekannt machen und für die Forschung erschließen.

Die Teilnahme am Kolloquium ist kostenlos.
Anmeldungen sind bis 2. Dezember 2016 beim Tagungsbüro des HBPG unter tagungsbuero@hbpg.de möglich.
Anmeldeformulare zum Download und ausführliche Informationen zum Kolloquium ›››

Tagungsort
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Kutschstall | Am Neuen Markt 9 | 14467 Potsdam

Förderer
Das Kolloquium wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.






15.09.2016 - Pressemitteilung
zum 700. Geburtstag: Sonderausstellung "Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg"
vom 16. September 2016 bis 22. Januar 2017 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam


Eröffnung heute um 18 Uhr mit den Schirmherren Tomáš Jan Podivínský, Botschafter der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, und Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg

 
Download Pressemappe (PDF, 5MB) ›››

 

Der 700. Geburtstag des böhmischen Königs und römisch-deutschen Kaisers Karl IV. (1316–1378) aus der Dynastie der Luxemburger wird in Prag und Nürnberg mit einer gemeinsamen Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung gewürdigt – in Potsdam konzentriert sich das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) auf Brandenburg und erinnert erstmals mit einer Ausstellung an die Wirkung der kaiserlichen Herrschaft in der Mark. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland Tomáš Jan Podivínský und des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke.

Sie wird heute, 15. September 2016, um 18 Uhr, im Beisein der beiden Schirmherren im HBPG, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, in Potsdam eröffnet.

Die Ausstellung
1373, erst fünf Jahre vor seinem Tod, war es dem in Prag residierenden Kaiser Karl IV. gelungen, die Landesherrschaft über die Mark Brandenburg und die Niederlausitz zu erlangen. Diese Macht-erweiterung war Teil seiner politischen und wirtschaftlichen Ambitionen, sein Königreich Böhmen über Elbe und Oder bis zur Ostsee auszudehnen und mit der Markgrafschaft eine weitere Kurstimme im dynastischen Machtkampf zu gewinnen. Sinnbild dieses bedeutenden Erfolges wurde seine neue, glanzvolle Residenz an der Elbe in Tangermünde. Noch heute findet man dort den Burgbezirk mit vielen Fachwerkhäusern.

Für einige Jahrzehnte erfuhr die Mark Brandenburg einen Modernisierungsschub. Das 1375 im Auftrag von Karl IV. angelegte Landbuch der Mark Brandenburg machte eine effiziente Verwaltung möglich, und Städte wie Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Berlin-Cölln erlebten einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. In Tangermünde errichtete Karl IV. eine prachtvolle und reich ausgestattete Residenz, die neben Prag und Nürnberg als dritte die Bedeutung eines zentralen kaiserlichen Sitzes erlangte.

Unter dem sehr kunstsinnigen Karl IV., dessen Residenz Prag von Künstlern aus ganz Europa geprägt wurde, nahm vor allem eine bemerkenswerte kulturelle Veränderung in der Mark ihren Anfang. Bedeutende böhmische Kunstwerke kamen durch den böhmischen Hof ins Land, und viele böhmische Künstler wanderten nach Brandenburg ein und gründeten hier Werkstätten. Diese prägten noch bis in die dritte Generation hinein maßgeblich die brandenburgische Kunstlandschaft. Noch heute finden sich zahlreiche Zeugnisse dieses böhmischen Erbes in und an historischen Baudenkmälern, in Kirchen, Archiven und Museumssammlungen Brandenburgs. Ihr kunsthistorischer Wert ist kaum zu überschätzen, da in Böhmen durch die hussitischen Bilderstürme im 15. Jahrhundert unzählige Kunstwerke aus der Epoche Karls IV. vernichtet wurden.

Die Ausstellung präsentiert über 70 ausgewählte Kunstobjekte der Architektur, Plastik, Malerei und Goldschmiedekunst. Das größte und prachtvollste Exponat im Zentrum der Ausstellung ist ein außergewöhnlich kostbarer Chormantel (letztes Drittel des 14. Jh.) aus dem Dom zu Brandenburg an der Havel, der wahrscheinlich auf eine Stiftung von Karl IV. zurückgeht.

Ebenfalls aus dem Brandenburger Dom wird der sog. Kleine Böhmische Altar (Böhmen oder Brandenburg um 1410/20) gezeigt. Den Großen Böhmischen Altar des Doms kann man sich mittels einer Medienstation ansehen und näher erschließen.

Die Ausstellung präsentiert – was europweit einzigartig ist – erstmals als ganze Werkgruppe fünf der letzten sieben überhaupt erhaltenen und vom Künstler signierten Abendmahlskelche (um 1400–30), die der Gardelegener Goldschmied Hinrik Horne nach böhmischem Vorbild geschaffen hat. Sie wurden aus verschiedenen Orten zusammengeführt, wobei einer der Kelche (um 1400) erst kürzlich wiederentdeckt worden ist und dem Stendaler Franziskanerkloster zugeordnet wird.

Einige Ausstellungsobjekte wurden mit Hilfe von Förderern eigens für die Ausstellung restauriert und sind nun zum ersten Mal überhaupt im Museumskontext zu sehen: Die Ernst von Siemens Kunststiftung förderte neben der Ausstellung auch die Restaurierung eines erst kürzlich auf dem Dachboden des Heimatmuseums Dahme (Landkreis Teltow-Fläming) entdeckten Altarretabels (um 1420) der Kirche von Wildau. "Die Restaurierung steht exemplarisch für das Anliegen des Bündnisses 'Kunst auf Lager'. Ein hochbedeutender aber ruinöser Altarschrein kommt nun vom staubigen Dachboden als bisher unbekanntes Exponat in eine Ausstellung", freut sich Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte die Restaurierung einer nur noch im Rückenteil überlieferten Kasel (liturgisches Gewand) aus Seidengewebe, die Mitte des 15. Jahrhunderts mit feinster Fadenmalerei nach böhmischem Vorbild in Brandenburg gefertigt wurde und in der Dorfkirche Karstädt (Landkreis Prignitz) aufbewahrt wird. Gleich daneben ist ein böhmisches Original mit filigraner Fadenmalerei zu sehen: eine Kasel aus der Nikolaikirche in Berlin-Spandau, gefertigt in Prag um 1400. Ebenfalls mit Hilfe der DSD, und auch des Vereins der Freunde des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte e. V., konnte der Torso einer Bischofsfigur (um 1430) aus der Dorfkirche Pitschen-Pickel bei Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) restauriert werden.

Die Ausstellung macht deutlich, welch enorme Ausstrahlung die kaiserliche Kunst und Kultur Karls IV. in die Mark Brandenburg hinein hatte. Böhmische Vorbilder prägten noch über Jahrzehnte die märkische Kunst, selbst als die Mark ab 1411 unter die Herrschaft der Hohenzollern kam.

Kurator der Ausstellung ist der Kunsthistoriker Dr. Jan Friedrich Richter.

Zur Ausstellung erscheint die Begleitpublikation "Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg",
herausgegeben von Jan Friedrich Richter, Peter Knüvener und Kurt Winkler für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Verlag für Berlin-Brandenburg 2016
208 Seiten, 191 Abbildungen, Klappenbroschur, Format:22 x 27 cm
ISBN 978 3-94256-62-6
Preis im Buchhandel: 24,99 Euro | Preis im Museumsshop: 19,90 Euro

Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet monatlich eine öffentliche Samstagsführung sowie Exkursionen, Vorträge und Gespräche zwischen Experten und dem Publikum vor ausgewählten Ausstellungsobjekten.

... die Ausstellung selbst entdecken
Junge und auch ältere Besucher, die sich die Ausstellung selbst erschließen möchten, können dafür ein "Entdeckerheft für Kinder und Familien" (Schutzgebühr: 1,50 Euro) zu Hilfe nehmen und darin auch kreativ werden.

 

Pressefotos zur Ausstellung ›››

 

Korrespondenzorte mit historischen Zeugnissen zu Karl IV.
Bad Wilsnack (Landkreis Prignitz) | "Wunderblutkirche" St. Nikolai
Beeskow (Landkreis Oder-Spree) | Marienkirche
Berlin-Spandau | Nikolaikirche
Brandenburg an der Havel | Dommuseum
Drahnsdorf (Landkreis Dahme-Spreewald) | Kirche
Frankfurt (Oder) | Marienkirche
Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) | Nikolaikirche
Mühlhausen/Thüringen (Unstrut-Hainich-Kreis) | Marienkirche
Tangermünde (Landkreis Stendal) | Burgmuseum und Burgreste
Zittau/Sachsen (Landkreis Görlitz) | Kreuzkirche, Museum, weitere Orte
Regionalgalerie Liberec/Reichenberg (Tschechien) | Regionalgalerie Liberec

 

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg.

Weitere Förderer:
Ernst von Siemens Kunststiftung, Rudolf-August Oetker Stiftung für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Denkmalpflege, Friede Springer Stiftung, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Stiftung Preußische Seehandlung, Freunde des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte e. V.
Medienpartner: rbb Fernsehen

 

Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg
Eine Ausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Kooperation mit dem Domstift Brandenburg und der Brandenburgischen Historischen Kommission e. V.
zum 700. Geburtstag von Karl IV.
Unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland Tomáš Jan Podivínský und des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke
16. September 2016 bis 22. Januar 2017

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Eintritt zur Ausstellung
7 Euro, ermäßigt 5 Euro
freitags 5 Euro
bis 18 Jahre freier Eintritt

Gruppenführungen
bis 20 Personen | ca. 50 Minuten
Erwachsene: 50 Euro Gebühr + 5 Euro erm. Ticket/Person
Schulklassen: 60 Euro Gebühr, Eintritt: frei
Buchung: 0331 620 85-55 | fuehrungsbuero@hbpg.de

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Informationen
Tel.: 0331 62085-50






02.06.2016 - Pressemitteilung
freier Eintritt an allen Juni-Samstagen für Besucherbefragung
"uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß"
Sonderausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte


Von der wechselvollen Geschichte und Gegenwart des textilen Handwerks und der Bekleidungs-produktion in Brandenburg-Preußen erzählt seit April die Sonderausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) "uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß". Die Schau im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2016 "handwerk – zwischen gestern & übermorgen" ist noch bis zum 24. Juli 2016 im Kutschstall, Am Neuen Markt, in Potsdam zu sehen.

Mit der Gestaltung und Inszenierung dieser Ausstellung ist das HBPG neue Wege gegangen und präsentiert sie als szenische Erzählung. Das dafür notwendige Maßnehmen, der Zuschnitt und das Nähen erfolgte gemeinsam mit dem Interdisziplinären Raumlabor am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin im Rahmen eines Studienprojekts.

Das Team des HBPG möchte nun die Ausstellung gemeinsam mit den Besuchern reflektieren.
Ist der essayistische Ansatz und die offene Form, sind die vielfältigen Querbezüge und die künstlerischen Interventionen der richtige Weg, um das komplexe Thema zu vermitteln?

Im Juni wird daher an jedem Samstag freier Eintritt in die Ausstellung geboten.
Verbunden damit ist die Bitte an die Besucher, auf den ausliegenden Fragebögen ihre Meinung und Gedanken zu notieren.

Eintritt zur Ausstellung
am 4., 11., 18. und 25. Juni: frei
vom 1. bis 24.Juli: 5 Euro, erm. 4 Euro, freitags 4 Euro
bis 18 Jahre freier Eintritt, Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Tel.: 0331 62085-50
info@hbpg.de

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Weitere Informationen zur Ausstellung ›››






20.04.2016 - Pressemitteilung
Eine zentrale Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg zum Themenjahr Kulturland Brandenburg 2016 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte


29. April bis 26. Juni 2016
Eröffnung am 28. April, um 18 Uhr

Am Donnerstag, dem 28. April 2016, um 18 Uhr, wird im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte die Ausstellung "Alte Stadt | Museum oder Zukunftslabor" eröffnet.
Die Schau ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2016 "handwerk – zwischen gestern & übermorgen".

Die wirtschaftliche und soziale, wie auch die städtebauliche und regionale Entwicklung der 31 Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg wurde über die Jahrhunderte durch verschiedene Handwerksbranchen geprägt.
Die Ausstellung mit Text-Bildtafeln zeigt Orte des Handwerks in den historischen Stadtkernen der Mitgliedsstädte der AG und porträtiert Handwerker von heute. Eine große Brandenburg-Karte erleichtert dabei die Orientierung. Originale historische Handwerksgeräte lenken den Blick in die Vergangenheit und stellen alte Handwerkstraditionen vor, die noch heute gelebt werden.

Technikaffine Besucher können sich auf einem begehbaren Luftbild der Stadt Beeskow über QR-Codes an unterschiedlichen Orten der Stadt weitere Informationen sowie Bild- und Filmmaterial über Handwerke abrufen. Dafür stehen ihnen in der Ausstellung zwei Tablet-Computer und auch das örtliche WLAN zur Nutzung auf dem privaten Smartphone oder Tablet zur Verfügung.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg sind:
Altlandsberg, Angermünde, Bad Belzig, Bad Freienwalde (Oder), Beelitz, Beeskow, Brandenburg an der Havel, Dahme/Mark, Doberlug-Kirchhain, Gransee, Herzberg (Elster), Jüterbog, Kremmen, Kyritz, Lenzen (Elbe), Luckau, Lübbenau/Spreewald, Mühlberg/Elbe, Nauen, Neuruppin, Peitz, Perleberg, Potsdam, Rheinsberg, Templin, Treuenbrietzen, Uebigau-Wahrenbrück, Werder (Havel), Wittstock/Dosse und Wusterhausen/Dosse.

Ausstellungseröffnung: 28. April 2016, 18 Uhr

Begrüßung durch:
Hathumar Drost, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg
Michael Knape, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg und Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen
Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg
Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/ Kulturland Brandenburg

Vortrag "Alte Städte | Vielfältig erlebbares Handwerk"
Dr. Sascha Bütow, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte der Universität Rostock

Rundgang durch die Ausstellung
mit Hathumar Drost, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg und Albrecht Ecke, Geschäftsführer eckedesign

Musikalische Umrahmung
Antje Weltzer-Pauls (Violine) und Kirstin Maria Pientka (Viola)

 

Eintritt zur Ausstellung:
frei

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Informationen
Tel.: 0331 62085-50

 

Kulturland Brandenburg 2016 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen, der Investitionsbank des Landes Brandenburg und des Handwerkskammertages des Landes Brandenburg
Medienpartner: kulturradio vom rbb, Antenne Brandenburg, Lausitzer Rundschau, punkt 3
www.kulturland-brandenburg.de






14.04.2016 - Pressemitteilung
uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß
Große Sonderausstellung wird heute im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam eröffnet


Download Pressemappe (PDF, 1,7MB)

Von der wechselvollen Geschichte und Gegenwart des textilen Handwerks und der Bekleidungs-produktion in Brandenburg-Preußen erzählt ab morgen die Sonderausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte "uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß".
Die Schau im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2016 "handwerk – zwischen gestern & übermorgen" ist vom 15. April bis 24. Juli 2016 im Kutschstall, Am Neuen Markt, in Potsdam zu sehen.

"uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß" verfolgt zwei Prozesse, die einander immer bedingten: die Entstehung vielfältiger Methoden zur Vermessung und Standardisierung des Körpers und die Entwicklung vom Schneiderhandwerk über die serielle bis hin zur modernen, massenhaften Bekleidungsproduktion.

Bei der Ausstellunggestaltung ging das HBPG vom Entwurf bis zur Realisierung neue Wege. In Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Raumlabor am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin wurde unter der Leitung von Prof. Albert Lang im Wintersemester 2015/16 ein Studienprojekt durchgeführt, bei dem sich die Masterstudierenden mit dem Ausstellungskonzept auseinandersetzten und vier Modelle für die Ausstellungsarchitektur erarbeiteten. Der von einer gemeinsamen Jury ausgewählte Siegerentwurf von Julia Casabona (Frankreich), Elizabeth Kelly (USA) und Lena Bulochnikova (Russland) ist dann in überarbeiteter Form umgesetzt worden. So präsentiert die Ausstellung das kulturhistorische Thema als szenische Erzählung mit historischen Exponaten sowie Installationen und künstlerischen Arbeiten von Julia Bonn, Anke Dessin, Alba D´Urbano, Susanne A. Friedel, Kati Gausmann, nichtichx2, Anette Rose und Helena Waldmann, die aktuelle und subjektive Schlaglichter setzen.
Im Eingangsbereich zur Ausstellung werden die vier Architekturmodelle des Wettbewerbs präsentiert.

Die szenische Erzählung
Wie so vieles in Preußen verbindet sich auch der Beginn der textilen Manufakturproduktion im 18. Jahrhundert mit dem Militär. Um den Bedarf des stehenden Heeres an Uniformen decken zu können, musste seriell produziert werden. Dafür wurden erste Mustergrößen und standardisierte Herstellungsverfahren entwickelt. Bald folgte die Fertigung auch von ziviler Bekleidung nach Normalgrößen, die sich später immer weiter differenzierten.

Die Geschichte der seriellen Bekleidungsproduktion ist eng verbunden mit der Suche nach universellen Größensystemen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen deshalb die unterschiedlichen Methoden des Vermessens. Sie zergliedern den menschlichen Körper in Messstrecken und Zahlen und ermöglichten damit den Übergang vom einst ganzheitlichen Handwerk in einzelne, standardisierte Arbeitsbereiche der kapitalistischen Produktion.

Im 19. Jahrhundert und noch bis Mitte der 1950er Jahre existierten vielfältige und zahlreiche Größensysteme für Konfektionsbekleidung, und bald jedes Modegeschäft hatte sein eigenes. Fast vergessen ist z.B. die Kennzeichnung von Konfektionsgrößen mit bunten Sternen. Für das jugendliche Mädchen ("Backfisch") stand der blaue oder weiße Stern, der "Gelbstern" war die angestrebte ideale weibliche Normalgröße, und der rote bzw. grüne Stern entsprach den Kleidermaßen älterer Damen. In der Literatur und in Theaterstücken der 1920er Jahre rankten sich schillernde Geschichten um die entsprechenden Vorführdamen in den Geschäften und Kaufhäusern.

Noch heute gibt es unterschiedliche Größensysteme der Konfektion, und mit statistischen Reihenmessungen und modernen, digitalen Messverfahren wird weiter um die richtige Passform für möglichst viele Menschen gerungen. Vor diesem Hintergrund fragt die Ausstellung auch nach den Maßstäben und Normen der modernen Textil- und Modeindustrie im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Idealen, Individualität, Uniformität und Globalisierung.

Die Ausstellung wurde im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin kuratorisch beraten.
Kuratorinnen der Ausstellung sind Dr. Daniela Döring, Dr. Hannah Fitsch und Rabea Rugenstein.

In Ergänzung der Ausstellung präsentiert das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum (BLDAM) im oberen Foyer des HBPG sein aktuelles "Schaufenster" über die Stadt Forst (Lausitz), deren Denkmallandschaft maßgeblich von Bauten und technischen Einrichtungen der frühindustriellen Textilindustrie geprägt ist.

Begleitend zur Ausstellung erscheint die Broschüre
Vom Maßnehmen, Zuschnitt und Nähen einer Ausstellung
herausgegeben von Daniela Döring im Auftrag des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, 96 Seiten, Format: 15 x 23 cm
Sie ist im Museumsshop des HBPG zum Preis von 7,50 Euro erhältlich.

Ein Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Filmen, einem Workshop, einem Werkstatt- und einem Podiumsgespräch ergänzt und erweitert das Spektrum der Ausstellung.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 14. April 2016, 18 Uhr | Eintritt: frei

Pressefotos zur Ausstellung zum Download ›››

Eintritt zur Ausstellung
geändert: 5 Euro, erm. 4 Euro, freitags 4 Euro
bis 18 Jahre freier Eintritt, Sonderpreise für Gruppen, Familien und Schulklassen

buchbare Gruppenführungen
bis 20 Personen | ca. 50 Minuten
50 Euro Gebühr + 4 Euro erm. Eintritt/Person
Buchung: 0331 62085-55 | fuehrungsbuero@hbpg.de

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Informationen
Tel.: 0331 62085-50

Partner und Förderer der Ausstellung
Interdisziplinäres Raumlabor TU Berlin, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin
Märkische Stiftung für Gesundheits- und Kulturförderung
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam
Filmmuseum Potsdam
Einen Druckkostenzuschuss zur Begleitbroschüre finanzierte die Gerda-Weiler-Stiftung.

Kulturland Brandenburg 2016 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen, der Investitionsbank des Landes Brandenburg und des Handwerkskammertages des Landes Brandenburg
Medienpartner: kulturradio vom rbb, Antenne Brandenburg, Lausitzer Rundschau, punkt 3
www.kulturland-brandenburg.de






06.04.2016 - Pressekonferenz und -vorbesichtigung
Sonderausstellung
"uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß"
am Do, 14.4.2016, um 11 Uhr, im HBPG


Download Presse-Einladung (PDF, 66KB)

Sonderausstellung
uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß
Eine Ausstellung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2016 "handwerk – zwischen gestern & übermorgen"
15. April bis 24. Juli 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zur Pressevorbesichtigung der Ausstellung sowie zur Vorstellung der Begleitbroschüre und des Begleitprogramms ein.

Termin: Donnerstag, 14. April 2016, 11 Uhr
Ort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Konferenzraum
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Es begrüßen Sie:
Dr. Kurt Winkler, Geschäftsführung der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH | Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführung der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH | Kulturland Brandenburg
Dr. Daniela Döring, Kuratorin der Ausstellung
Prof. Albert Lang, Leitung Interdisziplinäres Raumlabor TU Berlin, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum
und das Team aus Studierenden und Künstlerinnen sowie des HBPG

Die Ausstellung
Die Ausstellung widmet sich der wechselvollen Geschichte und Gegenwart des textilen Handwerks und der Bekleidungsproduktion in Brandenburg-Preußen. Im Mittelpunkt stehen zwei einander immer bedingende Prozesse: die Entwicklung vom Schneiderhandwerk über die serielle bis hin zur modernen, massenhaften Bekleidungsproduktion sowie die Entwicklung vielfältiger Methoden zur Vermessung und Standardisierung des Körpers.
Mit der Ausstellung geht das HBPG neue Wege, denn die Ausstellungsarchitektur wurde in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Raumlabor am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Albert Lang entworfen und realisiert. So präsentiert die Schau das kulturhistorische Thema als szenische Erzählung mit histo-rischen Exponaten, Installationen und künstlerischen Arbeiten.
Die Ausstellung wurde im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU Berlin kuratorisch beraten.

Begleitend zur Ausstellung erscheint die Broschüre "Vom Maßnehmen, Zuschnitt und Nähen einer Ausstellung", erhältlich im Museumsshop des HBPG zum Preis von 5 Euro.

Ein vielfältiges Begleitprogramm ergänzt und erweitert das Spektrum der Ausstellung.

Weitere Informationen zur Ausstellung ›››






18.03.2016 - Pressemitteilung
Überraschung für die 50.000ste Teilnehmerin am Schüler-Bildungsprojekt "Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben"
Präsidentin des Landtages Brandenburg und Projektpartner begrüßten Fünftklässlerin mit einem großen Kartoffelkuchen


Download Pressemitteilung (PDF, 52KB)

Bereits seit 2006 bietet das außerschulische Bildungsangebot "Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben" Schülerinnen und Schülern aus dem ganzen Land Brandenburg die Möglichkeit, sich brandenburgisch-preußische Geschichte auf anschauliche und interaktive Weise zu erschließen.

Das gemeinsame Projekt der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGMBH / Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung (OSS) findet bei Schulklassen aus dem Land Brandenburg eine außerordentlich große Resonanz und gilt als eines der erfolgreichsten Beispiele der Kooperation von Schulen und Museen in Deutschland.

Heute gab es im HBPG Anlass für eine ganz besondere Begrüßung zu diesem Projekttag, denn mit der 4. und 5. Klasse der Grundschule Hirschfeld (Landkreis Elbe-Elster) wurde auch die 50.000ste Teilnehmerin des Projekttages erwartet.

Nach der einstündigen Führung durch die Ausstellung "Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen" wurde Phenice Schumacher und ihre 5. Klasse gleich zweifach überrascht – mit einem großen, dekorierten Kartoffelkuchen, überreicht von fünf Erwachsenen – der Präsidentin des Landtages Brandenburg Britta Stark, dem Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Friedrich-Wilhelm von Rauch, dem Generaldirektor der SPSG Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, dem Geschäftsführer des HBPG Dr. Kurt Winkler und der Gedenkstättenlehrerin der Projektwerkstatt "Lindenstraße 54" Catrin Eich.

Friedrich Wilhelm von Rauch sieht das Engagement der OSS bestätigt: "Wir begehen demnächst das 20jährige Jubiläum unserer Stiftung. Unser Motto 'bewahren, stärken, begeistern' lässt sich auch übertragen auf 'Ein Tag in Potsdam'. Wir freuen uns riesig über die stets komplette Auslastung des Gesamtangebotes durch Schulklassen aus allen Teilen Brandenburgs."
Britta Stark unterstrich: "Wir können unsere Gegenwart nur verstehen, wenn wir unsere Geschichte kennen. Bildungsprojekte wie dieses vermitteln Historie auf lebendige Weise. Nicht zuletzt tragen sie damit vorbildhaft dazu bei, Kinder und Jugendliche für regionale Geschehnisse und gesellschaftliche Entwicklungen zu interessieren."

Dr. Kurt Winkler und Prof. Hartmut Dorgerloh waren sich einig darin, "... dass Museen und Schlösser Orte des lebendigen Lernens sind, denn unsere Geschichte lässt sich am besten über sinnliche Erfahrungen an originalen Schauplätzen und Objekten entdecken."
Catrin Eich verwies auf die Notwendigkeit, dieses Bildungsprojekt auch im Sinne der Menschenrechts- und Demokratieerziehung zu erhalten.

"Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben"

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 sind einen Tag lang unterwegs "Auf den Spuren brandenburgisch-preußischer Geschichte", mit einem Besuch der Brandenburg-Preußen-Ausstellung im HBPG, einer Rallye durch die historische Stadtmitte, einem "historischen Mittagessen" in der Gewölbehalle des Kutschstalls und einem Besuch im Neuen Palais im Park Sanssouci.
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 besuchen "Auf den Spuren der DDR" die Ausstellung im HBPG, die "Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert" in der Lindenstr. 54, das Schloss Cecilienhof und den Ort des ehemaligen Mauerstreifens im Neuen Garten.

Informationen und Anmeldungen:
Projektbüro im HBPG
Tel: 0331/62085-55
fuehrungsbuero@hbpg.de
www.hbpg.de/Vermittlung.html

50.0000 Besucher beim Tag in Potsdam - Geschichte erleben © HBPG / Foto: Hagen Immel
© HBPG / Foto: Hagen Immel






09.03.2016 - Presse-Einladung
Schon 50.000 Kinder und Jugendliche beim Schüler-Bildungsprojekt "Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben"
Einladung zum Fototermin am 18. März 2016, 11 Uhr, im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte


Seit dem Schuljahr 2006/07 vermittelt das außerschulische Bildungsangebot "Ein Tag in Potsdam – Geschichte erleben" historisches Wissen auf anschauliche und interaktive Weise. Das gemeinsame Projekt der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte g GMBH / Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung findet bei Schulklassen aus dem Land Brandenburg eine außerordentlich große Resonanz und gilt als eines der erfolgreichsten Beispiele der Kooperation von Schulen und Museen in Deutschland.

Der "Tag in Potsdam" ermöglicht Schülern aus allen Teilen Brandenburg in der Landeshauptstadt eine umfassende Begegnung mit der Geschichte ihres Landes. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 verbringen einen Tag "Auf den Spuren brandenburgisch-preußischer Geschichte" mit einem Besuch der Brandenburg-Preußen-Ausstellung im HBPG, einer Rallye durch die historische Stadtmitte, einem "historischen Mittagessen" in der Gewölbehalle des Kutschstalls und einem Besuch im Neuen Palais im Park Sanssouci. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 besuchen "Auf den Spuren der DDR" die Ausstellung im HBPG, die "Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert" in der Lindenstr. 54, das Schloss Cecilienhof und den Ort des ehemaligen Mauerstreifens im Neuen Garten.

Am 18. März 2016 wird eine 4. und eine 5. Klasse der Grundschule Hirschfeld (Landkreis Elbe-Elster) zum "Tag in Potsdam" erwartet; darunter ist die/der 50.000ste Teilnehmer/in des Projekttages.

Sie/er wird von der Präsidentin des Landtags Brandenburg Britta Stark sowie von Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung,
Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Dr. Kurt Winkler, Geschäftsführer der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH und Catrin Eich, Gedenkstättenlehrerin der Projektwerkstatt "Lindenstraße 54" begrüßt.

Zur Begrüßung der Klasse mit der/dem 50.000sten Teilnehmer/in mit einem Überraschungsgeschenk laden wir Sie herzlich ein zu einem

Presse- und Fototermin
am: Freitag, 18. März 2016, von 11 bis 11.30 Uhr
im: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
ständige Ausstellung im Erdgeschoss
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam






14.01.2016 - Pressemitteilung
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zeigt vom 15. Januar bis 14. Februar 2016 Sonderausstellung "Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland und im Landgerichtsbezirk Potsdam nach 1933"


Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) beginnt das Ausstellungsjahr 2016 mit der Präsentation der Wanderausstellung "Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland und im Landgerichtsbezirk Potsdam nach 1933". Sie wird vom 15. Januar bis 14. Februar 2016 im Kutschstall in Potsdam gezeigt.

Die Ausstellung der Bundesrechtsanwaltskammer und des Deutschen Juristentages dokumentiert am Beispiel ausgewählter Biographien die standesrechtliche Ausgrenzung und rassische Verfolgung jüdischer Juristen unter dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland. Entsprechend dem föderalen Charakter der Schau werden auf ihrer Station in Potsdam auch Schicksale von neun jüdischen Juristen aus dem Landgerichtsbezirk Potsdam vorgestellt. Dem liegen Recherchen des Forschungsbüros Politik und Geschichte zugrunde, die 2001 auf Initiative von Hans-Jürgen Wende, des damaligen Präsidenten des Landgerichts Potsdam und späteren Vorsitzenden des Vereins Freunde des HBPG e. V., und im Auftrag der Potsdamer Juristischen Gesellschaft e. V. unternommen wurden.
Das daraus entstandene Buch von Hans Bergemann und Simone Ladwig-Winters "Für ihn brach die Welt, wie er sie kannte, zusammen... Juristen jüdischer Herkunft im Landgerichtsbezirk Potsdam" (Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Köln 2003, ISBN 3-504-01011-8) bewahrt nun das Andenken von 32 Juristen.

Zum historischen Hintergrund
Die Ausgrenzung und rassische Verfolgung jüdischer Juristen begann mit dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7. April 1933, das erstmals einen sogenannten Arier-Paragraphen enthielt, sowie mit dem "Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft" vom 7. April 1933. In deren Folge wurden "nichtarische" Richter und Staatsanwälte aus dem Staatsdienst entlassen bzw. vorzeitig in den Ruhestand versetzt und freiberuflich tätige Rechtsanwälte verloren ihre Zulassung – vorerst noch mit Ausnahme der "Frontkämpfer" des Ersten Weltkrieges und der vor 1914 verbeamteten bzw. zugelassenen jüdischen Juristen. Alle betroffenen Anwälte mussten erneut einen Antrag auf "Wiederzulassung" und Prüfung eventueller Ausnahmekriterien stellen. Jüdische Anwälte, die weiter praktizieren durften, erhielten jedoch keine Armenrechtsmandate mehr, wurden nicht mehr als gerichtliche Gutachter bestellt und mussten gemeinsame Anwaltskanzleien mit "Ariern" auflösen.
Nach den Nürnberger Rassegesetzen von 1935 entzog die 5. Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 30. September 1938 allen jüdischen Anwälten ihre Zulassung und unterwarf sie damit einem allgemeinen Berufsverbot. Nur noch wenige, die rassisch als "Mischlinge" galten, durften als "Konsulenten" und nur für Juden juristisch tätig sein. Mit dem Pogrom vom 9./10. November 1938 begann die systematische Verfolgung, Vertreibung, Deportation und Ermordung von Juden in Deutschland, der auch ehemalige jüdische Juristen und ihre Familien zum Opfer fielen. Nur einzelne konnten untertauchen, den Holocaust überleben und nach 1945 wieder in ihrem Beruf arbeiten.

Die Ausstellung wird veranstaltet von der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, der Landeshauptstadt Potsdam, der Potsdamer Juristischen Gesellschaft e. V. und dem Verein Freunde des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte e. V.

 

Begleitveranstaltungen

Mittwoch, 27. Januar 2016, 18 Uhr
Vortrag zum Buch
"Für ihn brach die Welt, wie er sie kannte, zusammen..."
Juristen jüdischer Herkunft im Landgerichtsbezirk Potsdam

Dr. Simone Ladwig-Winters, Mitautorin
Das Buch von Hans Bergemann und Simone Ladwig-Winters dokumentiert die Schicksale von 32 Juristen , die im Landgerichtsbezirk Potsdam unter dem nationalsozialistischen Regime als "Nicharier" stigmatisiert, ausgegrenzt und verfolgt wurden.

Dr. Simone Ladwig-Winters, lebt als freie Autorin und Wissenschaftlerin in Berlin, seit über 20 Jahren Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Geschichte, Promotion über die Geschichte des Warenhauses Wertheim, wissenschaftliche Koordinatorin der Ausstellung "Wir waren Nachbarn" im Rathaus Berlin-Schöneberg, zugleich wissenschaftliche Bearbeiterin verschiedener Forschungsvorhaben

Beitrag: 5 Euro/erm. 3 Euro
Die Ausstellung ist bis 18 Uhr geöffnet.

 

Mittwoch, 10. Februar 2016, 18 Uhr
Vortrag
"Ein Bespiel intakter Rechtspflege?"
Der Potsdamer Staatsanwalt Hans Dombois in der NS-Zeit

Lorenz Völker, Gymnasiallehrer und Buchautor
Der zufällige Fund der Entnazifizierungsakte, auf einem Foto der Großvater mit Parteiabzeichen, dessen Karriere als Staatsanwalt in Potsdam: Der Enkel beginnt, die tradierte Familiengeschichte zu hinterfragen und begibt sich auf eine spannende Spurensuche nach Zeitzeugen und neuen Wahrheiten. Dabei stößt er auf zwei zentrale Gerichtsprozesse, die sein Großvater in den 1930er Jahren am Landgericht Potsdam angestoßen hat. In ihrem Mittelpunkt standen eine jüdische Schülerin aus Berlin und ein junger jüdischer Jurist aus Potsdam. Lorenz Völker findet deren Nachkommen, und Stück für Stück gelingt es ihm, das Bild vom Wirken seines Großvaters als Staatsanwalt im Dritten Reich neu zusammenzusetzen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Endgültigkeit.

Lorenz Völker, Jahrgang 1970, arbeitet als Lehrer für die Fächer Geschichte und Sport an einem Berliner Gymnasium. Bislang hat er vor allem auf dem Gebiet der Zeitgeschichte des Sports publiziert. Er ist Gründungsmitglied des Zentrums deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e.V.
Mit den Recherchen zu seinem Buch "War mein Großvater ein Nazi?": Ein Enkel auf Spurensuche nach der Geschichte eines Staatsanwalts im Dritten Reich hat er dazu beigetragen, dass 2014 in Potsdam "Stolpersteine" für die Familie Lehmann verlegt wurden.

Beitrag: 5 Euro/erm. 3 Euro
Die Ausstellung ist bis 18 Uhr geöffnet.

 

"Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland und im Landgerichtsbezirk Potsdam nach 1933" (15. Januar bis 14. Februar 2016)
Eintritt: frei

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Informationen
Tel.: 0331/ 62085-50
facebook.com/HBPG.im.Kutschstall






07.01.2016 - Presseeinladung
Donnerstag, 14. Januar 2016, um 18 Uhr, im Kutschstall
Eröffnung der Wanderausstellung "Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland und im Landgerichtsbezirk Potsdam nach 1933"


Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zeigt vom 15. Januar bis 14. Februar 2016 Sonderausstellung "Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland und im Landgerichtsbezirk Potsdam nach 1933"

Eröffnung der Wanderausstellung am Donnerstag, 14. Januar 2016, um 18 Uhr, im Kutschstall

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) beginnt das Ausstellungsjahr 2016 mit der Präsentation der Wanderausstellung "Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland und im Landgerichtsbezirk Potsdam nach 1933" vom 15. Januar bis 14. Februar 2016.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 14. Januar 2016, um 18 Uhr, eröffnet.
Der Eintritt ist frei.
Medienvertreter sind dazu herzlich eingeladen.

Die Ausstellung der Bundesrechtsanwaltskammer und des Deutschen Juristentages zeigt am Beispiel ausgewählter Biographien die standesrechtliche Ausgrenzung und rassische Verfolgung jüdischer Juristen unter dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland. Entsprechend dem föderalen Charakter der Schau werden auf ihrer Station in Potsdam auch Schicksale von neun jüdischen Juristen aus dem Landgerichtsbezirk Potsdam vorgestellt. Dem liegen Recherchen des Forschungsbüros Politik und Geschichte zugrunde, die 2001 auf Initiative von Hans-Jürgen Wende, des damaligen Präsidenten des Landgerichts Potsdam und späteren Vorsitzenden des Vereins Freunde des HBPG e. V., und im Auftrag der Potsdamer Juristischen Gesellschaft e. V. unternommen wurden. Das daraus entstandene Buch von Hans Bergemann und Simone Ladwig-Winters "Für ihn brach die Welt, wie er sie kannte, zusammen... Juristen jüdischer Herkunft im Landgerichtsbezirk Potsdam" (Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Köln 2003, ISBN 3-504-01011-8) bewahrt nun das Andenken von 32 Juristen.

Die Ausstellung wird veranstaltet von der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, der Landeshauptstadt Potsdam, der Potsdamer Juristischen Gesellschaft e. V. und dem Verein Freunde des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte e. V.

"Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland und im Landgerichtsbezirk Potsdam nach 1933" (15. Januar bis 14. Februar 2016)

Eintritt: frei

Besucheradresse
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Öffnungszeiten
Di bis Do 10–17 Uhr
Fr 10–19 Uhr
Sa/So und feiertags 10–18 Uhr
Mo geschlossen

Informationen:
Tel.: 0331/ 62085-50








 
 
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