HBPG
01.03.2017 | 18:00 Uhr
Buchpräsentation und Gespräch mit dem Autor Christopher Spatz

"Nur der Himmel blieb derselbe." Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben

Moderation: Dr. Klaus Harer, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Eine der größten humanitären Katastrophen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielte sich von 1945 bis 1948 im nördlichen Ostpreußen, in Königsberg und der weiteren Umgebung, ab. Über 100.000 Menschen starben an Seuchen und Unterernährung. Die Übriggebliebenen waren oft Kinder, die ohne Eltern, ohne Familie, ohne ein Zuhause ganz auf sich allein gestellt waren. Manche landeten in sowjetischen Heimen, andere flohen auf eigene Faust nach Litauen, um ihr Leben zu retten. Von der Tragödie dieser Kinder nahm die Welt jahrzehntelang nahezu keine Notiz. Erst in den 1990er-Jahren wurde die Öffentlichkeit auf ihre Schicksale aufmerksam. Damit begann ein neuerlicher Kampf um die ideelle und politische Anerkennung ihres unerhörten Leids.

Christopher Spatz rekonstruiert das Leben der damaligen Bettelkinder und lässt die Betroffenen selbst zu Wort kommen. In mehr als 50 lebensbiografischen Interviews erzählen die zwischen 1930 und 1942 Geborenen, wie sie das Unmögliche schafften und überlebten. Ihre Erinnerungen sind ein erschütterndes Dokument. Die Geschichte der ostpreußischen Hungerkinder bietet berührende Einblicke in ein uns heute fernes, doch so nahes Land. Es sind Blicke in die Seelen seiner letzten Kinder.

Christopher Spatz promovierte nach dem Studium der Geschichte und Germanistik 2015 an der Berliner Humboldt-Universität zur Identität der ostpreußischen Wolfskinder. Er forscht weiterhin zur Zwangsmigration im östlichen Mitteleuropa und zur Beziehungsgeschichte Deutschlands zu Litauen, Russland und Polen. Er beschäftigt sich auch mit Traumafolgen, Erinnerungstransfer und Familiengedächtnis und ist Gründer der Preußischen Denkfabrik.

Eine Veranstaltung der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/HBPG in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa

Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro
Tel.: 0331 620 85-50


HBPG
15.03.2017 | 18:00 Uhr
Film und Gespräch

Klein Glienicke – vom Schweizerdorf zum Sperrgebiet

Jens Arndt, Autor

Jens Arndt zeigt seinen Film "Hinter der Mauer" über den ehemals eingemauerten Potsdamer Ortsteil Klein Glienicke, der zwischen 1961 und November 1989 als "Grenzgebiet" nur von dessen Einwohnern oder besuchsweise mit Passierschein betreten werden durfte. Anschließend lädt er zum Gespräch ein. Jens Arndt ist auch der Autor der Ausstellung 2016 im Schloss Sacrow sowie des Buches "Gärtner führen keine Kriege".

Eine Veranstaltung der Studiengemeinschaft Sanssouci e. V.

Eintritt: frei
Tel.: 0331 620 85-50


HBPG
23.03.2017 | 18:00 Uhr
Ausstellungseröffnung

Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt

Eine Ausstellung des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ in Zusammenarbeit mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (24. März bis 9. Juli 2017)

Anlässlich des 25jährigen Bestehens des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ wird erstmals in einer Ausstellung die Wirkungsgeschichte dieses Instituts vorgestellt. 1870 in Berlin gegründet zog das Königlich-Preußische Geodätische Institut 1892 nach Potsdam auf den Telegrafenberg und gilt seither als Wiege der wissenschaftlichen Geodäsie, der Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erde. Die Ausstellung erzählt von wagemutigen Wissenschaftlern mit innovativen Methoden auf der Suche nach neuen Erkenntnissen, von Präzisionsinstrumenten sowie von Spitzenforschung aus Potsdam im 19. und 20. Jahrhundert.Die einzigartigen Exponate und bisher unveröffentlichten Fotos, Grafiken und Karten sind auch Zeugnisse einer Zeit, die von einem scheinbar unerschütterlichen Fortschrittsgeist geprägt war.

Weitere Informationen zur Ausstellung ›››

Eintritt: frei
Tel.: 0331 620 85-50


HBPG
25.03.2017 | 15:00 Uhr
Ausstellungsführung

Fokus: Erde. Von der Vermessung unserer Welt

mit dem Kurator Dr. Johannes Leicht

Weitere Informationen zur Ausstellung ›››

Eintritt: 8 Euro
Tel.: 0331 620 85-50


HBPG
29.03.2017 | 18:00 Uhr
Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Fokus Erde: Von der Vermessung unserer Welt"

Vom Feldstecher zum Laser-Teleskop. Satellitenbeobachtungen auf dem Telegrafenberg

Ludwig Grunwaldt berichtet über die genaue Vermessung der Erde mit Hilfe von Satelliten im All. Die wissenschaftliche Erdvermessung (Geodäsie) nahm mit der Einweihung des Geodätischen Instituts auf dem Telegrafenberg Potsdam vor 125 Jahren ihren Anfang. Seit dem Start des sowjetischen Sputnik-Satelliten nutzt die Forschung die Vermessung von Satellitenbahnen für die Geodäsie. Dazu müssen die künstlichen Trabanten von der Erde aus angepeilt werden. Modernste Laser-Entfernungsmessungen haben dabei die Feldstecher abgelöst.

Dr. Ludwig Grunwaldt (Jg. 1952) Physiker, Spezialgebiet Lasertechnik und Satellitengeodäsie
Studium in Jena. 1976–1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam. Promotion 1985. Seit 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter am GFZ mit Spezialisierung auf Erdsatellitenprojekte. Mitarbeit an Entwurf, Bau und Betrieb von Satellitenmissionen zur Erkundung von Schwerefeld, Magnetfeld und Atmosphärendynamik sowie zur Radar-Fernerkundung der Erde. Verantwortlich für den Betrieb der GFZ-Station für Laser-Entfernungsmessungen zu Erdsatelliten in Potsdam.

Weitere Informationen zur Ausstellung ›››

Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro
Die Ausstellung ist bis 18 Uhr geöffnet.
Tel.: 0331 620 85-50



 
 
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